MFG Das Magazin 09/11

Was einem in Sachen Rocquefle als allererstes auffällt, ist einerseits der eigenartig-kreative Name der Band, andererseits die pinkhaarige Powerfrau und Leadsängerin Barbie Hardrock. Wir sprachen mit der Band über ihre neue CD, die USA und den Traum vom großen Durchbruch.

Wie habt ihr euch gefunden?
Barbie: “TMP,” Thomas M. Perry, und ich kennen einander aus unserer vorigen Band “Nothing Sirius”! Nachdem sich die aufgelöst hatte, spielten wir quasi einen “Revival”-Gig, bei dem wir soviel spaß hatten, dass wir beschlossen, ab Jänner 2005 als Rocquette neu durchzustarten. Oliver ist unser frischer Fang und seit August unser Schlagzeuger.

Wie würdet ihr euren Stil beschreiben?
Oliver H. Scheuer: Rock!
TMP: … mit Einflüssen aus Hard-Rock, Pop, Rock ‘n’ Roll und Blues-Rock der spaß machen soll!

Ihr habt heuer mit “13” ein neues Album rausgebracht, erzählt uns etwas darüber.
Barbie: Auf dem Cover sieht man schon, dass es von unserer Amerika-Tour inspiriert wurde – unser USA-Debut haben wir in LasVegas gefeiert! Im Unterschied zu unserem letzten Album ist “13” reifer, abgestimmter, sehr viel eingängiger. Die Songs sind aber immer noch abwechslungsreich, der AC/DC-Fan kommt genauso auf seine Kosten wie ein Blues-Liebhaber oder Pop-Fan. Es ist eine “Gute-Laune” Platte geworden!

Wie war für euch der US-Trip, welche Unterschiede gibts zu hier?
Barbie: Zum ersten Mal international unterwegs zu sein und tausende Kilometer von daheim Konzerte zu spielen ist – glaube ich – das Allerschönste für einen Musiker überhaupt, v. a. wenn ein völlig fremdes Publikum vor Begeisterung schreit und anfängt, dich lautstark in deiner Muttersprache zu begrüßen! Wobei ein erfolgreiches Konzert immer ein fantastisches Erlebnis ist, ganz egal, ob’s jetzt beim Wirt um die Ecke ist, oder in einer supercoolen Bar im Wilden Westen. Der Unterschied liegt wahrscheinlich im Aufwand und Risiko – man hat viel längere Vorbereitungszeit und man weiß dass das auch ganz gewaltig in die Hose gehen kann. Dazu kommt eine Art doppelte Vorfreude, weil man an Orte fährt, wo man oftmals noch gar nicht gewesen ist, und sonst vielleicht auch gar nicht hinkommen würde.

Welchen Stellenwert hat die Musik in euren Leben? Wie lässt sie sich mit euren Brotberufen vereinbaren?
Barbie: Wir leben alle für die Musik und mit der Musik. Unsere Rechnungen bezahlen wir mit normalen Jobs. Das Schönste wäre natürlich, wenn wir irgendwann von der Musik leben könnten.
TMP (lacht): Und mit jedem verkauften Album kommen wir diesem Ziel näher.

Worauf seid ihr stolz?
Barbie: Auf über 70 erfolgreiche Konzerte in Europa und Amerika, auf zwei Alben und die im August digital erschienene EP “Lent Jewels”, die Whitesnake, Kiss, Poison, Ugly Kid Joe, Rascal Flatts und The Veronicas Tribut zollt. Dann natürlich auf den 3. Platz unserer Ballade “Take a Walk outside your mind” beim internationalen “Song of the year” Songwriting Award, und am allermeisten auf die vielen Fans rund um den Globus – von Österreich über die Türkei bis hin zu Kenia, die USA, Mexico , Venezuela und Kolumbien!

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