Gernot Huber – Listeners feedback

A feedback by Gernot Huber! Thank you so much for taking the time to listen, think, and write about “Wake Up (Voices of Fukushima)”! Very appreciated!!!

Schon beim ersten Anhören, war ich begeistert. Genau so stelle ich mir einen Song anlässlich einer Katastrophe mit weltweiten Auswirkungen und Konsequenzen vor: Der Beginn ist ganz sachte, gefühlvoll, behutsam abtastend. Man denkt: Das könnte eine Ballade sein. Doch deine Stimme deckt eine wunderbar große Spanne an Tonlagen und -facetten ab. Man ist passenderweise gespannt darauf, wie die Nummer weitergehen wird. Hoffentlich keine Ballade. Denn das wäre dann doch ein wenig zu seicht. Sie würde dem darin thematisierten Ereignis die Dramatik und Komplexität der Zusammenhänge und Auswirkungen Abbruch tun. Dann ist es so weit: Die Instrumente werden eingesetzt und untermalen gezielt und unterstreichen gekonnt deine Stimme und die Botschaft: Rock vom Feinsten!

Genau so und nicht anders wünscht man sich Texte mit Ansagen zu globalen Themen, deren Auswirkungen auf die nächsten Generationen heute nicht abschätzbar sind.

Da ich mir gottseidank nicht vorstellen kann, wie es ist, einen atomaren Unfall direkt vor Ort miterleben zu müssen, fällt mir dazu ad hoc jene Stimmung ein, die zB in einem Kriegsgebiet herrscht, wenn plötzlich unerwartet Bombergeschwader auftauchen und die Zivilbevölkerung in einem Luftschutzbunker Zuflucht sucht. Stunden später kommen sie behutsam aus ihren Verstecken hervor und müssen zur Kenntnis nehmen, dass ihre bisherige pulsierende Stadt mit einem Mal nur noch ein Trümmerhaufen ist. Außer Betonstücken, Ziegeln, Brandfeldern, Rauchsäulen, zerstörten Autos, Leichenteilen, lebensbedrohlich verletzten Zivilisten und einen bestialischen Gestank in der Luft ist nichts mehr zu erkennen. Das bunte Farbspektrum des Lebens musste Grautönen, einem Ascheregen und Glutnestern weichen.
“Was machen wir jetzt?” ist die im Raum stehende Frage. “Das, was passiert ist, können wir nicht mehr ändern. Wir befinden uns an einem Neuanfang. Wir können nicht mehr zurück. Wir müssen aus der Situation, in der wir alle nun sind, das Beste machen. Niemand von uns hat Erfahrung damit. Wir alle sitzen in einem Boot, das leck geschlagen ist. Wenn wir nichts machen, werden wir untergehen und mit dem Tod dafür bezahlen. Wollen wir das? Nein! Darum müssen wir nun aufstehen und zusammenhalten. Wir müssen an einem Strang ziehen. Wir müssen ein und dasselbe Ziel haben. Dann schaffen wir es. Gemeinsam sind wir stark. Alle für einen und einer für alle! Ohne Solidarität wird es uns nicht gelingen. Wir wissen aber, WARUM wir das tun. Das WIE wird sich von selbst ergeben…..Fangen wir an!”
So in etwa muss wohl die Stimmung nach einer Katastrophe dieser Art sein.
Ich finde, euch ist ein absolut passendes und wegweisendes Tribute zum Unglück in Japan gelungen! Das will gehört werden! Nur weiter so! Ihr seid auf einem sehr guten Weg!
(Gernot Huber, Austria)